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Samstag, 25. August 2012

Nachtrag zum "Sachsen-Trojaner"

Nachdem sich der Staub um die "Ausschnüffelung" von Internetnutzern durch die sächsische Staatsregierung etwas gelegt hat, hier nochmal etwas Futter bei die Fische.

So Mancher hat es immer noch nicht geschnallt:

Der Staat (tm) forciert den Einsatz von "neuen" Technologien so dermaßen, dass liebgewonnene Grund- Bürger- und Menschenrechte übermäßig geschliffen werden.

Dazu gehört unter Anderem der Einsatz und Gebrauch von eFas (ermittlungsunterstützendes Fallanalyse-System), mit dem ganz eindeutig Rasterfahndung betrieben werden kann.

Die sächsische Landtagsabgeordnete Sabine Friedel hatte vor gut einem Jahr eine kleine Anfrage, u.A.zu den Kosten, gestellt. Aus der Antwort geht hervor, dass der Freistaat bis dahin gut 3,6 Millionen Euro ausgegeben hat und der "Betrieb" der Software mit 15% der Anschaffungskosten pro Jahr zu Buche schlägt. Das sind schlappe 540.000 Euro im Jahr.

Am Umgang der Staatsregierung mit #handygate lese ich ab, dass von den sächsischen Polizieibehörden Technik eingesetzt wird, ohne auch nur den Hauch von Verhältnismäßigkeit zu wahren.
Daran ändert auch das Gefälligkeitsgutachten von Prof. Dr.² Ulrich Battis nichts, welcher sich nicht zu blöde war, innerhalb von knapp einer Woche zu einem Ergebnis zu kommen, das den Untersuchungen des Sächsischen Datenschutzbeauftragten nahezu diametral entgegensteht (ja, doppelt-gemoppelt).

Eine Meldung des Tagesspiegels über Überwachungsphantasien der Berliner CDU lässt tief blicken. Mit Kameras und Hausmeisterassistenten soll Mißbrauch an Berliner Schulen verhindert werden. Aber um welchen Preis?!

Wie das in den USA (bereits) aussieht, berichtete der Spiegel am 13. August. Dort "erfasst Trapwire von Menschen eingegebene Berichte über ungewöhnliche Beobachtungen im Umfeld möglicher Anschlagsziele."

In Europa wird offiziell noch(!) nur daran geforscht. Das Ganze nennt sich INDECT und läuft auf's Gleiche hinaus. Der öffentliche Raum und jede/r, die/der sich darin bewegt, wird als potentieller Täter von Kameras beobachtet. Algorithmen sollen dann diejenigen auswerfen, die sich unnormal verhalten. Das kann zu langes Verweilen auf Bahnhofsbänken und das Vergessen von Gepäckstücken bedeuten, aber auch Rennen über öffentliche Plätze oder anderweitig auffälliges Verhalten.

Wer sich also als (Internet-)Aktivist versteht und betätigt, der sich (dennoch) im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bewegt, darf sich meines Erachtens zurecht überwacht und bedroht fühlen.

Weitere Nettigkeiten der "Sächsischen Demokratie" finden sich in der Parlamentsdokumentation des Sächsischen Landtages (Stichwort: Drohne, Telekommunikationsüberwachung, eFas, IVO-Akte usw.) oder auch in den entsprechenden Sächsischen Gesetzestexten (Polizeigesetz o.Ä.).

Ach ja.... und wie es mit dem Recht auf Anonymität im Internet bzw. in der Kommunikation aussieht lässt sich mit großen Abstrichen an folgenden, recht aktuellen Meldungen ablesen:
  • Jugendorganisation der Polizeigewerkschaft will die Identität von Facebook-Nutzern überprüfen lassen (Golem)
  • Recht auf anonyme Kommunikation: Patrick Breyer hat Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht. (Piratenpartei)

Mittwoch, 8. August 2012

Ja, ich habe heute extrem schlechte Laune...

Kommt mir einfach nicht in die Quere, sonst rante ich euch unangespitzt in den Boden... aber sowas von

Warum, verrate ich euch aber nicht. Stattdessen poste ich hier ein paar vorgeschobene Gründe und, ja ich weiß, viel zu viele Links im Text. Lest einfach drüber weg. :-P

Die Landeshauptstadt Dresden ist sich nicht zu blöde, öffentlich über eine Be- bzw. (Video-)Überwachung des goldenen Reiters zu sinnieren.

Im Sommer 2011 versuchten betrunkene Jugendliche den goldenen Reiter um sein Schwert zu erleichtern, wobei ein Sachschaden von ca. 10.000€ entstand.

Daraus mach(t)en Stadtverwaltung und Presse Vandalismus, womit das Motiv der betrunkenen Täter bereits im Vorfeld "außergerichtlich" festgetackert wurde.

Was mich an den Überlegungen stört?


Das Motiv der (ertappten, verurteilten und schadensersatzpflichtigen) Täter soll für die Überwachung des öffentlichen Raumes herhalten.

Ohne nach dem Gerichtsurteil gesucht zu haben und/oder ein Jurist zu sein, behaupte ich mal frech, dass das Gericht in erster Linie über den Straftatbestand zu befinden hat, aber mögliche Motive der Täter "nur" bei der Bemessung der Strafhöhe zu berücksichtigen hat.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis


Der Öffentlichkeit, d.h. dem Steuerzahler wird vorgegaukelt, dass mit einer Bewachung durch einen (privaten) Wachschutz oder gar durch eine Videoüberwachung die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Beschädigung verringert bzw. minimiert werden könne. Nur mal grob überschlagen: bekommt man für 10.000€ im Jahr (365 Tage) einen Wachschutz für 30€ pro Tag? Die Kosten für die Überwachung des öffentlichen Raumes im Umfeld der Scheune kostete ca. 87.000€ in der Anschaffung der Technik und bei laufenden jährlichen Kosten von ca. 10.000€ (825€/Monat x 12 Monate).

Der Frosch bleibt im Kochtopf, wenn man das Wasser nur langsam erhitzt

Nur wenige Wochen vor der Schändung des bzw. Attacke gegen den goldenen Reiter(s) ließ das Büro der Oberbürgermeisterin verlauten, dass selbiges (auf Vorschlag einer internen Studie des Landeskriminalamtes) durch Spezialscheiben, eine Sicherheitsschleuse und Videoüberwachung vor Randalierern geschützt werden solle.

Grundrechte sind sowas von eighties:


In Hannover hat die Polizei erneut friedliche Demonstranten gefilmt, obwohl sich dies nach Ansicht vieler überhaupt nicht mit dem Versammlungsrecht verträgt. In Dresden ist das allerdings auch Gang und Gäbe. 

Wenn Dein "Freund und Helfer", die Polizei selbst zum Ziel wird...


Dann spannst Du die Presse ein, verbreitest Halbwahrheiten und jonglierst mit Zahlen.

Und wer setzt dem Ganzen die Krone auf: IM Ulbig


Der hat nämlich gleich 390.000€ zuviel (für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) übrig und will nicht nur den (realen) öffentlichen Raum, sondern gleich auch noch den virtuellen Raum überwachen und ausforschen. Das erfährt die Öffentlichkeit aber erst aufgrund einer kleinen Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi, dem die Staatsregierung an anderer Stelle Antworten auf seine Fragen bisher verwehrt wurden. Zusammen mit seiner Kollegin Julia Bonk von der Fraktion DIE LINKE hatte er, inzwischen erfolgreich auf eine Beantwortung der kleinen Anfrage zur Errichtungsanordnung bezüglich der sogenannten IVO-Akte geklagt und vor dem Sächsischen Verfassungsgerichtshof Recht bekommen.

Schlussfolgerung(en)


Verkauft den Goldenen Reiter an einen privaten Investor, der dann Eintritt für's Angucken des alten Schlachtrosses verlangen darf, aber auch für dessen Sicherheit und Erhalt sorgen muss.

Wählt die Oberbürgermeisterin ab, die die (politische) Verantwortung für die Verwaltung der Landeshauptstadt trägt. Im Jahr 2008 wurde sie (im 2. Wahlgang) von ca. 92.000 der insgesamt 421.299 wahlberechtigten Dresdnern gewählt (die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 33,9% und sie erreichte 64% der gültigen Stimmen). Laut
Hauptsatzung der Landeshauptstadt bedarf es "nur" 20% der Wahlberechtigten in Dresden, um sie vorzeitig aus dem Amt zu jag.... äääh wählen. Da die Zahl der Wahlberechtigten parallel zur Bevölkerungszunahme gestiegen sein dürfte, könnte dies mit weniger als 92.000 Stimmen zu erreichen sein.

Geht am 20. September zum OptOutDay auf die Straße und widersprecht der Weitergabe eurer Meldedaten und nehmt euer Recht, euch friedlich und ohne Waffen im öffentlichen Raum zu versammeln, am 20. Oktober wahr, wenn ein europaweiter Protesttag gegen INDECT stattfindet!


Mein einziger Lichtblick heute sind einige Frauen, die machen und nicht nur, aber auch (im besten Sinne) "quatschen".


Und damit ich nicht falsch verstanden werde:


Ein Hoch auf Demokratie, den funktionierenden (sic!) Rechtsstaat und all die Menschen, die sich tagtäglich der Arsch dafür aufreissen. Und gegen den (technischen) Fortschritt habe ich auch nichts einzuwenden... so lange es/er grundrechtsschonend bzw. -verträglich vonstatten geht. Und davon sind wir (tm) in Sachsen so weit entfernt, wie Curiosity von der Erde. m(

Besser als Robert Misik könnte ich es nicht formulieren:



Hasta la victoria siempre

und

Klarmachen zum Ändern!


P.S. Dass der Sächsische Innenminister auch die politische Verantwortung für #handygate und das Schreddern von NSU-Akten trägt, brauche ich hier nicht extra zu erwähnen, oder? Und wer glaubt, dass unter diesem Minister der Sachsensumpf trocken gelegt wird, ist meiner Meinung nach ein Idiot.

[update 1]

In meiner "blinden Wut" hatte ich gestern das Setzen eines weiteren Links vertrödelt:

Pressemitteilung von Johannes Lichdi vom 7. August 2012 (inkl. Kleiner Anfrage, Antwort darauf und Ausschreibungstext)

Außerdem hat sich heute der Dresdner Blogger Stefanolix des Themas kritisch angenommen.

[update 2]

Bereits gestern, am Tag des medialen Aufschreis,  zog Staatsminister Johannes Beermann die Reißleine und beerdigte das Vorhaben.

Dienstag, 27. März 2012

"Politik im Keller" im Club "Sabotage" am Sonntag der Landtagswahl im Saarland

Am vergangenen Sonntag lud "Bürger Preibisch" erneut zur Podiumsdiskussion "Politik im Keller" ein; dieses Mal, wie immer am letzten Sonntag im Monat, zum Thema Freiheit.

Während Achim Wesjohann (Grüne), Uwe Schaarschmidt (DIE LINKE) und Pirat Fidel Karsto mit Bürger Preibisch wie zugesagt diskutierten, blieb der Vertreter der FDP, Johannes Lohmeyer, seines Zeichens Dresdner Kreisvorsitzender, der Veranstaltung unentschuldigt fern. Wie auf dem Podium und im Publikum geunkt wurde, wohl aufgrund des desaströsen Wahlergebnisses der dortigen FDP von 1,2%.
Dagegen fuhren die Piraten an der Saar ein gigantisches Ergebnis von 7,4% und somit auch viele Vorschusslorbeeren ein, während die Grünen mit 5,04% lange Zeit um den Einzug in den Landtag zittern und DIE LINKE einen Verlust von über 5% zum letzten Wahlergebnis verkraften mussten.

So durch "externe" Einflüsse" vorgeprägt wurde also über die "Freiheit" in ihren philosophischen Aspekten, aber auch anhand konkreter Beispiele aus der Dresdner Kommunal- bzw. Sächsischen Landespolitik diskutiert.

Im ca. 60-minütigen Mitschnitt geht es unter Anderem um die Freiheit (der Piraten) Fehler zu machen, aus verstaubten Traditionen und eingefahrenen Bahnen auszubrechen und mit frischem Wind und viel Skepsis in den Parlamenten für einen neuen Politikstil zu kämpfen.
Sowohl die Idee von wechselnden Regierungs-Mehrheiten, als auch das Konzept eines fahrscheinfreien (nicht kostenlosen) Öffentlichen Personen-Nahverkehrs fanden Verständnis und mitunter Beifall der Anwesenden.

In einem zweiten, spontanen ca. 90-minütigen Teil bzw. Mitschnitt wurde über die Piraten als neue Partei und eines ihrer vermeintlichen Kernthemen, die Novellierung des Urheberrechtes, gestritten. Für Uwe Schaarschmidt stieg Till (ebenfalls DIE LINKE) ein. Außerdem stieß Peanut in die Runde dazu. Im Gegensatz zur ersten Runde verlief die Diskussion wesentlich kontroverser ab. Gegen Ende entwickelte sich die Diskussion immer mehr zu einem philosophischen Diskurs über die Notwendigkeit bzw. Sinnhaftigkeit geistigen Eigentums.

Aber hört doch einfach selbst!

Viel Spaß dabei!

Fidel

P.S. Die Nachbearbeitung des Mitschnittes und dessen Upload erfolgte freundlicherweise durch Peanut

Dienstag, 29. März 2011

Sonntag, 6. Februar 2011

7. Februar 2011 - Öffentliche Anhörung zur DE-Mail

Morgen, Kinder, wird's was geben...

Dann haben interessierte (Netz-)Bürger wieder mal das Vergnügen mit Wolfgang Bosbach, dem Vorsitzenden des Innenausschusses des deutschen Bundestages. Seines Zeichens ehemaliger Nacktscanner-Beauftragter der Bundesregierung. *scnr*

Am Montag trifft sich der Innenausschuss um 15 Uhr zu einer öffentlichen Anhörung im Paul-Löbe-Haus (Google Street View, böhse).

Der Tagesordnung ist zu entnehmen, dass unter anderem Werner Hülsmann, ehemaliger Datenschutzbeauftragter der Piratenpartei Deutschland und Harald Welte vom Chaos Computer Club als Sachverständige geladen sind. Beide haben bereits eine mehr oder weniger ausführliche Stellungnahme zum DE-Mail-Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 08. Oktober 2010 abgegeben.

Der ebenfalls zur Stellungnahme berechtigte Bundesrat, nahm dieses Recht bereits am 26. November letzten Jahres in Anspruch.

Zusammenfassend wird kritisiert, dass sowohl eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, als auch eine Kompatibilität mit "normalen" Emails seitens der Bundesregierung weder vorgesehen, geschweige denn gewollt ist.

Damit wolle man sich eine Hintertür zum Ausspionieren privater Post offen halten.

Weiterhin besteht Kritik an der finanziellen Zumutung, die mit der Anschaffung der nötigen Hardware verbunden wäre, um den rechtzeitigen Empfang behördlicher Post gewährleisten zu können.
Denn es ist vorgesehen, die Nachweispflicht über den Nicht-/Empfang auf den Adressaten/Bürger abzuwälzen.

Stellt sich, wie so oft, die Frage: Qui bono? Wem nutzt es?

Böse Zungen behaupten, so der Post AG, dem Immer-noch-Monopolisten, und seinem E-Postbrief zu Durchbruch zu verhelfen.

Ach so, ja...

Die Bundesregierung hat wohl in Vorausahnung der späteren(?) Auswahl des 'Unwort des Jahres 2010' tatsächlich den Punkt C. Alternativen ausnahmsweise nicht leer gelassen.

Alles in Allem bin ich nur ich, sondern auch die Mehrheit der Piraten, für eine bessere Ausarbeitung des DE-Mail-Gesetzes. Im Sinne der Bürger uns des Verbraucherschutzes, aber auch zur Entlastung des Bundesverfassungsgerichtes. Dieses hat schon genug mit der Vorratsdatenspeicherung und den weiteren, von der Bundesregierung geplanten, Eingriffen in die informationelle Selbstbestimmung der Bürger zu tun.

Muss ich sie wirklich aufzählen?! O.o

ELENA, SWIFT, INDECT, ACTA, Zensus 2011, Internetsperr... äääh Filter, Videoüberwachung des öffentlichen Raums, in-transparente polizeiliche Personendatenbanken...

Ich weiß, die Piraten, als Partei, kann nicht alle Probleme lösen. Und schon gar nicht kann sie, auf die Schnelle, die drängensten Sorgen der Bürger, wie z.B. Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung und mangelnde Bildungschancen, beseitigen.

Aber wir sind auf dem besten Weg, etwas an den Missständen zu ändern.

Denn dazu bedarf es der Mitwirkung der Bürger auf breiter Ebene. Dass diese Bundesregierung, namentlich Angela Merkel, die dem Land dienen wollte, das Vertrauen der Bürger hat, darf immer mehr angezweifelt werden.

Alternativlose Politik darf es nicht geben!

Die Piraten werden dazu beitragen, die Bürgerrechte ins 21. Jahrhundert zu "retten". Davon bin ich fest überzeugt.

Sieben Landtagswahlen in diesem Jahr bieten uns die Möglichkeit, für unsere Politik und für unser Welt- und Menschenbild zu werben.

Klarmachen zum Ändern, Piraten!


P.S. Der Twitter-Hashtag dazu lautet schlicht #demail.

Samstag, 29. Januar 2011

JMStV - Wider die deutsche Verbots- und Erlaubniskultur

Momentan glimmt - u.A im Zuge des Grünen-Aufrufs - die Diskussion über den sogenannten Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) wider auf... auch auf der "Aktiven-Mailingliste der Piratenpartei".

Natürlich ist es eine Möglichkeit, den bereits eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Die Synopse des 13. und 14. JMStV (pdf) gäbe genug dafür her.

Andere wollen jedoch wesentlich "tiefer" gehen und stellen zum Einen das "Prinzip" von Staatsverträgen an sich infrage, zum Anderen wollen sie auch weg von einer Verbotskultur.

Während sich die ehemalige Bürgerrechtspartei FDP, nahezu ausschließlich auf wirtschaftliche Belange beschränkt, wollen die Piraten viel mehr.

Eine neue Bildungspolitik, die weg von Verboten und einer gesellschaftlichen Kultur des Um-Erlaubnis-Fragens, hin, zu einer Kultur des aufgeklärten, selbstbestimmten Bürgers führt, ist unser Ziel.

Im Spiegel erschienen in den letzten Tagen zwei Artikel zur Bildungspolitik. die "Anklage" einer ehemaligen Schülerin (jetzt Studentin) an ihren damaligen Lehrer... und dessen "Entschuldigung"

Sind die Piraten willens und in der Lage, das althergebrachte KOnzept des Humboldt'schen Bildungsideals kritisch zu hinterfragen, um es gegebenenfalls an die Lebenswirklichkeit anzupassen?!

Ich bin da ganz optimistisch^^

Klarmachen zum Ändern!

openliquid - Vortrag des Bundeslauer zur Geschichte von LiquidFeedback


Watch live video from piratenpartei on Justin.tv

openliquid

Christpher Lauer erklärt uns und der breiten Öffentlichkeit wie LiquidFeedback aus der Taufe gehoben wurde. Wie kam es zum Beschluss des Antrages Z013?
Wie haben sich die Kandidaten für den Bundesvorstand der Piratenpartei im Vorfeld des Beschlusses geäußert? Wie haben sie sich im Anschluss daran verhalten?
Welche Missverständnisse bestanden? Welche konnten ausgeräumt werden?

Ergänzungen folgen....

Sonntag, 11. Juli 2010

Das SWIFT-Abkommen - was ist das denn?

Viele werden den Begriff "SWIFT" schon einmal gehört, oder gelesen haben...
Sei es als Leser von Gullivers Reisen (Jonathan Swift), oder bei Überweisungen ins Ausland. Was aber die Wenigsten wissen dürften, ist, dass die Bank-Daten von europäischen Bankkunden, die Überweisungen ins außer-europäische Ausland tätigen, an US-amerikanische Behörden weitergegeben werden - zur Ermittlung einer möglichen Terrorgefahr. Was also deutschen bzw. europäischen Behörden aufgrund des Bankgeheimnisses verboten ist, erlauben, wird "einfach" den Amerikanern zur Erledigung übertragen. Ob bzw. wie einzelne Abgeordnete in EU- und Bundesparlament mit Mandat (in/aus Dresden) dazu abgestimmt haben, hat Abgeordnetenwatch festgehalten. Die Piraten sagen: Danke dafür!

Mittwoch, 2. Januar 2008

Datenschutz-und-Geoinformationen

https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20070614-geodaten.htm/

Datenschutz-und-Geoinformationen.pdf

...eine sehr informative und aufschlußreiche Datei über die Zusammenhänge zwischen dem sogenannten “Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung” und dem Interesse der "Wirtschaft" bzw. des Staates an Informationen über uns Konsumenten & Bürger.

Die Seiten 5-10 sind sehr aufschlußreich...

Montag, 31. Dezember 2007

Hausdurchsuchungen - Razzia im rechtsfreien Raum

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,524711,00.html

Vortrag Schweigerecht bei einer Hausdurchsuchung (von Udo Vetter)

Vorratsdatenspeicherung - 30.000 klagen in Karlsruhe - größte Verfassungs-Beschwerde aller Zeiten

Wenn ich mir diese Artikel bzw. das Video so angucke, dann bin ich richtig (!) gespannt, ob sich diese Entwicklung mit Hausdurchsuchungen aufgrund von seehr vagen Anschuldigungen fortsetzen wird.

Kann ich denn da noch mit jedem so "frei" telefonieren (wie bisher), ohne dass ich in Gefahr gerate, es mit einem "Verdächtigen" zu tun zu haben? Wird mein Telefon dann auch abgehört? Gerate ich dann auch in Verdacht? Nur weil derjenige meine Nummer gewählt hat!?!

Das ist definitiv keine unberechtigte "Paranoia"... 30.000 Menschen haben in Karlsruhe vor dem Verfassungsgericht Klage eingereicht!
Das deutet für mich daraufhin, dass "Schäuble" höchst ansteckend ist.
Manche forderten schon mehrmals (verzweifelt) seinen Rücktritt... ich fordere ihn hiermit auf, endlich "zurückzurollen"!!!

Ziviler Ungehorsam ist geboten!!! Wie viel Platz für P2P-User/Filesharer gibt es denn in deutschen Knästen?!?

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Montag, 24. Dezember 2007

Zum Thema RFID-Chips (nicht zum Verzehr geeignet)

Sehr interessante Technik, das!

Aberrr: Man sollte die Sache wirklich von allen Seiten betrachten - Chancen & Risiken für Wirtschaft, Staat, Bürger.

Ich glaube, dass wir aus "Kostengründen" bald wieder auf ein - wenn auch noch so kleines - Stück "Freiheit" verzichten werden müssen.

Ist ja nicht schlimm, wir haben ja nichts zu verbergen!!!

Links:

http://www.brooks-rfid.com

RFID-Positionspapier.pdf

RFID-Erläuterungen.pdf

Aktiv-Assekuranz aktuell_02-05.pdf

Spiegel-Online-Artikel vom 03.09.2003

2. Spiegel-Online-Artikel vom 03.09.2003 - Der Feind in meinem Schuh

Urheberrecht - Kriminalisierung von Internetnutzern

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,519494,00.html

Zum ersten Mal setzt ein Staat die neue Strategie der Musik- und Filmkonzerne (...) wollen sie nun die Internetprovider in die Pflicht nehmen. Die sollen nicht mehr wie bisher scheinbar neutral Daten durchleiten, sondern prüfen, welche Internetangebote ihre Kunden nutzen.

Gesamtes Dokument... Dieser Widerspruch ist daher im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens beim Gesetzentwurf zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums aufzulösen, indem die Voraussetzungen dafür geschaffen werden,
dass eine derartige Auskunft über Bestandsdaten auch für zivilrechtliche Zwecke möglich ist.
Alles andere würde auf einen faktischen Verzicht auf den Auskunftsanspruch gegenüber Internet-Providern hinauslaufen. Dies wäre nicht nur im Hinblick auf die Richtlinie 2000/48/EG zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums höchst problematisch,
sondern würde auch dazu führen, dass die Rechteinhaber weiterhin gezwungen wären,
stets ein Straf-verfahren gegen potenzielle Verletzer einzuleiten, um die hinter den IP-Adressen stehenden Namen zu erfahren - ein Vorgehen, das die Rechteinhaber nicht wollen,
das eine große Zahl von potenziellen Rechtsverletzern in unnötiger Weise kriminalisiert und die Staatsanwaltschaften enorm belastet.

Ernesto: Macht es nicht einen riesengroßen Unterschied, ob der Staat selbst durch seine Strafverfolgungsbehörden auf die Internetdaten von Privatleuten (zum Zwecke der Terrorabwehr *harhar*) zugreift, oder ob es die Musik- und Filmindustrie zur Wahrung eigener Interessen macht.
Ersteres bezieht sich auf's Strafrecht, letzteres auf's Zivilrecht. Das macht einen großen Unterschied!!!

Samstag, 22. Dezember 2007

Schaar: Telekommunikationsunternehmen missachten Datenschutzbestimmungen

http://www.heise.de/newsticker/meldung/100996

Es ist schon erstaunlich wie unkritisch wir inzwischen mit dem Datenschutz umgehen.

Das Negativ-Beispiel "Scoring", wobei Daten über unseren Wohnort, und die Einkommenssituation dort "zusammengefürfelt mit anderen Faktoren einen "Wert" ergeben, der etwas über unsere Kaufkraft bzw. Kreditwürdigkeit aussagt. Dabei kann das tatsächliche Einkommen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
So kann es sein, dass Kundenbeziehungen gar nicht erst zustande kommen, weil unser möglicher Vertragspartner etwas über uns weiß, worüber wir keine Kenntnis haben bzw. wo wir nicht wissen wie das "Ergebnis", der Score-Wert berechnet wird. Oder wir bekommen schlechtere Vertragsbedingungen bzw. hohere Tarife.

In einem Fall ist es so, dass der Telefonanbieter seine Kunden in verschiedene "Klassen" einteilt.
Der profitabelste Kunde bekommt einen mehr oder minder versierten Kundenberater, der "schlechte Kunde" landet in einer Warteschleife und muß mit einer Computerstimme vorliebnehmen.

Es "passiert" uns und wir wir in der Regel garnicht warum. Es gibt ja meist gar keinen Anlaß, das zu hinterfragen.

Auf der anderen Seite bekommen wir Webung, sei es per Post, Einwurfsendungen oder Spam-Mails. Auch da wissen wir nicht, warum gerade wir sie bekommen.

Wenn ich also die Übersicht über meine "Daten" verliere, bin ich nicht mehr (so gut) in der Lage bewußt Entscheidungen zu treffen.

Wie kann man dem Abhilfe schaffen?

Es muß ein neues Informationsklima her.

So sollte es möglich sein, von einem gewerblichen Anbieter, mit dem ich in der Vergangenheit einen Vertrag abgeschlossen habe, eine Übersicht über die über mich gesammelten Daten zu bekommen. Auch darüber, an wen meine Adresse weitergegeben bzw. -verkauft wurde.
Das sollte anhand von Labels o.Ä. möglich sein.
Dazu müßte das Recht auf "Informationelle Selbstbestimmung" einzelner Menschen oder auch Gruppen" gegenüber dem "Recht auf Betriebsgeheimnisse" gestärkt werden.

Man könnte zum Beipspiel ein Büro/Amt einrichten, dass sich damit beschäftigt bzw. dazu berechtigt ist, Informationsquellen anzuzapfen, um dem "Kunden" eine Übersicht zusammenzustellen, wo welche Informationen über ihn gespeichert sind.
Solch eine Zusammenstellung sollte im Abstand von z.B. einem Jahr auch polizeiliches Material, wie Videos, Fotos, Akten enthalten, sofern nicht noch eine Untersuchung läuft.

Damit wäre gewährleistet, dass ich weiß, wer welche Daten über mich hat und mich wieder "freier" bewegen kann.

Es könnte einmal im Jahr ein automatisches Update erstellt werden, das dann auf dem Amt, bei einem Sachbearbeiter oder an einem Bildschirm eingesehen werden könnte. Ein Ausdruck sollte natürlich auch möglich sein.

Ein Problem könnte es sein, die Daten so zu vernetzen bzw. zu speichern, dass Dritte keinen Mißbrauch damit betreiben können.
Es sollte aber möglich sein, den Zugang zu begrenzen, die Daten weitestgehend zu anonymisieren und somit auch für statistische Zwecke zu gebrauchen.

Beispiele:
1. Patient-Arzt-Krankkassen-Verhältnis
2. Amt-Klienten-Verhältnis
3. Firma-zu-Kunde-Verhältnis
4. Firma-zu-Firma-Verhältnis
5. Firma-zu-potentiellem-Kunden-Verhältnis

Streit um Datenschutz beim Kinderschutz (link)

http://www.heise.de/newsticker/meldung/100899

Endlich steht's auch mal im Internet!

Ich hatte einige Diskussionen darüber und bin nachwievor dagegen einen weiteren "Zwang" und mehr Kontrolle einzuführen.

Das wird am Ende nur dazu führen, dass der Staat und seine "Institutionen" immer mehr daten von uns sammeln. Jetzt soll's eben schon im Kleinkindalter losgehen..na und? Macht doch nix! Was hat ein Baby/Kleinkind schon zu verbergen?

Die Mehrzahl der Eltern gehen mit ihren Kindern sowieso "freiwillig" zu den Vorsorgeuntersuchungen. Ein weiter großer Teil geht nicht hin und schlägt, mißhandelt oder vernachlässigt seine Kinder trotzdem nicht.

Und wer sagt mir, dass Eltern, die zu den Untersuchungen gehen ihre Kinder nicht anderweitig (psychisch) "mißhandeln". Da wird es doch für jeden Arzt schwierig eine korrekte Diagnose zu stellen.
Da stellt sich mir doch die Frage, ob diese Maß-nahme (hat in diesem Fall aber so garnix mit Maßnehmen zu tun) tatsächlich etwas bekämpfen kann, was man eigentlich garnicht messen kann? Und doch wird dadurch suggeriert, dass man etwas komplett abstellen könnte.

Theoretisch könnte man zwecks "Früherkennung" Kinder ja auf Krebs-, Diabetes- oder Alkoholismus-Gene, die sie möglicherweise von den Eltern haben, untersuchen.
Wäre es nicht toll, wenn Eltern einen Ernährungsplan und Verhaltensregeln bekämen, um eine "drohende Krankheit" ihres Kindes zu verhindern...ob sie wollen, oder nicht?

Laßt uns doch auch die Pränataldiagnostik zur Pflicht machen (is eh schon Praxis - Ärzte sind verpflichtet Frauen ab 35 Jahren diesen Test "nahezulegen"...gern auch mit ein bisserl Panikmache).
Dann weiß ich wenigstens frühzeitig, ob mein Kind auch kerngesund oder eben "fehlerhaft" auf die Welt kommt!??! Und der Arzt, die Krankenkassen wissen rechtzeitig mit welchen "Kosten" sie zukünftig zu kalkulieren haben. Weitergabe an Papa Staat nicht ausgeschlossen!?!

Wie können wir nur offenen Auges in einen Überwachungsstaat "rennen"???

Und das Schlimme an der Sache ist noch, dass Zeit und Geld auch in eine bessere Versorgung der Familien fließen könnten!!!

FBI plant weltweit größte biometrische Datenbank

Stell Dir vor es gibt einen Anschlag auf die Freiheitsrechte... und keiner guckt hin!!!

Eine erschreckende Vorstellung, zu wissen, das meine Fingerabdrücke irgendwo gespeichert sind.

Sollte ich sie irgendwo hinterlassen, muß ich womöglich anschließend meine Unschuld beweisen.

So etwas wie Beweislast-Umkehr hat unser verehrter Innenminister, Wolfgang "scheibchenweise" Schäuble, bereits für Terroristen vorgeschlagen...aber keine Sorge: der Begriff "Terrorismus" ist ja - Gott sei's gedankt - eindeutig geklärt (HARHAR).

Im Moment beschleicht mich das komische Gefühl, dass ich, wenn ich jetzt noch schreibe, dass ich die "Bombe platzen" lasse, gleich "Besuch" bekomme *GGG* ich konnt's nicht lassen!!!

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Österreichs Bundesrat winkt Sicherheitspolizeigesetz durch

Man muß sich nur umgucken in Europa und der Welt....

In Österreich darf die Polizei zukünftig ohne richterliche Genehmigung Standortdaten von Handynutzern (ohne ein nachträgliches Inkenntnissetzen) von deren Providern anfordern.

Dabei soll das Auffinden von Lawinen- und Entführungsopfern im Vordergrund stehen...

Harhar!!!

Das erinnert mich an die Lkw-Maut, die ursprünglich ausdrücklich nicht zur Strafverfolgung eingesetzt werden durfte. Inzwischen gibt es Ausnahmen wie z.B. in Mordfällen o.Ä.

Eine Pkw-Maut ist immer wieder im Gespräch.

Auch wird in einigen Bundesländern ausgiebig mit computerunterstützten Geräten zur Erkennung (und Erfassung) von Autokennzeichen "rumprobiert".

Dabei gehen der Polizei (und wem noch?) wohl vor allem säumige Zahler der Autohaftpflicht ins Netz.... aber irgendwie muß man ja auch die Kosten wieder reinholen, oder ;-)?